Paging in Deutschland

Diese WWW-Seite soll Benutzern bei der Auswahl des für sie optimalen Paging-Dienstes (deutsch: Funkrufdienst) unterstützen. Dazu enthält sie vergleichende Übersichten der in Deutschland angebotenen Paging-Dienste und Pager.

Nachdem TeLMI und Quix aufgegeben haben, bleibt praktisch nur noch die Telekom als Paging-Betreiber über. Aber auch zu den Paging-Diensten der Telekom gibt es Einstellungsgerüchte. Scheinbar ist es keinem Paging-Dienst gelungen, profitabel zu arbeiten. Sie konnten sich in Deutschland - im Unterschied zu anderen, auch europäischen Ländern - nicht gegenüber GSM-Mobilfunk behaupten.

Da sich nun wohl die Geschichte des Paging in Deutschland einem Ende zuneigt, werden diese WWW-Seiten nicht mehr gepflegt.

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Neuigkeiten

15.10.1998

Quix wird vsl. zum 31. Dezember 1998 seinen Betrieb einstellen.

06.10.1998

Quix gibt bekannt, daß der Betrieb eingestellt wird.

04.09.1998

Die DFR GmbH hat am 24. August 1998 in Gera den Antrag zur Gesamtvollstreckung des Unternehmens gestellt.

16.03.1998

Skyper-Kunden bekommen jetzt auch eine Voicebox. (Skyper-Info-Seite)

27.10.1997

Cityruf-Kunden bekommen jetzt auch eine kostenlose Voicebox. (Telecom Handel)

10.10.1997

DeTex stellt seinen Paging-Dienst Omniport zum 31.12.1997 ein. (Telecom Handel)

30.08.1997

TeLMI hat seinen WWW-Auftritt neu gestaltet.

29.08.1997

Quix stellt auf der IFA '97 zwei neue Pager vor: Bravo Quix (mit Infos der Zeitschrift Bravo) und Quix Ultra (mit vier Info-Diensten). (Quix News) Der Bravo Quix ist ein Quix 5 mit Bravo-Aufschrift und -Nachrichten. Der Quix Ultra ist ein neues - noch nicht identifiziertes - Modell.

27.08.1997

Sowohl der öffentliche E-mail-Zugang von Skyper, als auch der von Scall funktionieren jetzt! Adressierung: "<SkyperNummer>@skyper.de" bzw. "<ScallNummer>@scall.de". Die Nachricht kommt dabei in die Betreffzeile. (Skyper-Info-Seite)

22.08.1997

Auch bei Dilbert gibt es was zum Thema Paging.

21.08.1997

TeLMI wird zur IFA '97 einen Funkrufdienst auf Basis des FLEX-Protokolls einführen. Ein dazu geeigneter Pager wird auch angeboten werden. Auch für das POCSAG-System kommen neue Pager, sowie neue Infodienste. (TeLMI-Presseerklärungen)

18.08.1997

Rechtzeitig zur IFA werden neue Quix-Empfänger und neue Infodienste vorgestellt . (Quix-Meldung)

12.08.1997

Die T-Mobil wird zum 31.01.1998 den Betrieb des Funkrufdienstes Eurosignal einstellen. Die Dienste in Frankreich und der Schweiz werden bereits zum Ende 1997 eingestellt. (Presseerklärung Deutsche Telekom)

19.07.1997

Die T-Mobil wird zur Funkaustellung mit dem Scall XTS einen zweiten alphanumerischen Pager für Scall vorstellen.

09.07.1997

Ich habe erstmals einen Scall XT in einem Laden in Wetzlar für 139 DM gesehen..

01.07.1997

Laut einer Presserklärung hat die T-Mobil heute mit dem Scall XT bei Scall das Text Paging eingeführt.

30.06.1997

T-Mobil wird spätestens zur Funkausstellung Ende August mit Scall XT einen alphanumerischen Paging-Dienst ähnlich Quix und TeLMI (keine Grundgebühr, Anrufer zahlt) einführen.

03.06.1997

Quix wird im Juni mit einem Feldtest des E-Mail-Gateways beginnen. Die Teilnehmer müssen sich vorher anmelden

16.04.1997

Quix wird einen alphanumerischen Pager Quix News 5 vorstellen. Dieser stammt von Philips (Philips Twocan). Er wird 129 DM kosten und in mehreren Farben erhältlich sein.

14.03.1997

NEU: Die DFR führt den TeLMI TOP Dienst ein. Dieser ersetzt TeLMI PRO Kompakt. TeLMI PRO Komplett heißt nun wieder einfach TeLMI PRO.

13.03.1997

Neue Quix-Tarife. Die meisten Verbindungen werden jetzt pauschal abgerechnet.


Überblick

Die meisten Funkrufdienste in Deutschland arbeiten nach dem POCSAG-Standard. Es gibt aber auch noch weitere Paging-Dienste.

Dienst

Cityruf

Scall

Skyper

Quix

TeLMI FUN
TeLMI FAMILY
TeLMI TOP

TeLMI PRO

in Betrieb seit

1987

1994

10/96

1995

10/95

Rufklassen

Ton, Numerik, Alphanumerik

Alphanumerik

Alphanumerik

Numerik (Basic), Alphanumerik (News, Sport)

Alphanumerik

Erreichbarkeit

je nach Grundgebühr

25 km um PLZ

1 von 16 Rufzonen

1 von 5 Rufzonen

1 von 8 Rufzonen

bundesweit

Netzabdeckung

92% der Fläche der BRD

Quix-Netz

TeLMI-Land

Frequenz

466,230 MHz

448,475 MHz

448,425 MHz

Kunden (01.10.1997; Telecom Handel 12/97 )

335.000

751.000

36.000

174.000

176.000

Kunden (3/98; connect 4/98)

320.000

676.000

45.000

202.000

175.000
Die Angaben zu den Kunden stammen aus den genannten Zeitschriften und sind Schätzungen.

Cityruf

Cityruf ist der älteste POCSAG-Paging-Dienst in Deutschland. Er besitzt daher das am besten ausgebaute Sendernetz. Bei Cityruf gibt es auch einen Abo-Preis: 12 Monate zum Preis von 10. Eine kostenlose Voicebox speichert bis zu 20 Nachrichten von maximal 2 Minuten Dauer.

Scall

Scall ist der numerische Paging-Dienst der T-Mobil ohne Grundgebühr. Er benutzt das Sendernetz von Cityruf mit.

Skyper

Skyper arbeitet mit verschiedenen Rufzonen, Skyper-Areas genannt. Aus den angebotenen Skyper News-Programmen können 17 frei gewählt werden. 3 Programme zum Skyper-Dienst selbst sind vorgegeben. Die Nachrichten werden von Axel Springer Interactive erstellt. Skyper benutzt ebenfalls das Sendernetz von Cityruf.

Quix

Quix ist der Paging-Dienst von Miniruf. Quix News sendet dpa Nachrichten und Quix Sport Nachrichten von DSF.
Zusatzleistungen für Quix:

Partnertarif

19,90 DM / Monat

Quix bundesweit

9,90 DM / Monat

Profi-Mailbox

4,90 DM / Monat

Gruppenruf

29,90 DM einmalig

Gruppenruf

4,90 DM / Monat

Quix Faxpollingdienst: 0165-08

TeLMI

TeLMI ist der Paging-Dienst der DFR. Das Absenden einer numerischen Nachricht mittels MFV und Sprachcomputer dauert 27 Sekunden und kostet 0,72 DM. Die Sprachbox kann maximal 60 Sekunden aufzeichnen.
Das Aufzeichnen einer 20 Sekunden langen Sprachbox-Nachricht kostet 0,96 DM.
Alphanumerische Nachrichten können für maximal 10 Sekunden gesprochen werden. Nach der Aufzeichnung werden sie von Menschen abgehört, eingetippt und abgesandt. Eine 8 Sekunden lange alphanumerische Nachricht kostet 2,40 DM.
Zusatzleistungen für TeLMI PRO:

Erinnerungsservice für regelmäßige Termine

4 DM / Monat

Fax-Sammelservice

5 DM / Monat

TeLMI stellt derzeit bei TeLMI Fun und TeLMI Family auf den FLEX-Standard um!


Versand von Nachrichten

Bei den von den Paging-Diensten angebotenen Möglichkeiten zum Versenden von Nachrichten mittels eines Telefonanschlusses müssen die folgenden Unterscheidungen getroffen werden:

Art der Nachricht

Ton

Am Pager ertönt nur ein Signalton. Die Bedeutung muß dem Empfänger bekannt sein.

Numerisch

Die Nachricht besteht nur aus Ziffern und evtl. Sonderzeichen.

Alphanumerisch

Die Nachricht besteht aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.

Sprachbox

Der Pager zeigt eine Telefonnummer an, unter der die vom Absender aufgezeichnete Nachricht abgehört werden kann (Anrufbeantworter).

Management

Mit Management wird hier die Möglichkeit bezeichnet, Einstellungen des Dienstes (wie z.B. die Rufzone) zu ändern.

Übermittlungsform

Spracheingabe

Der Absender spricht die Nachricht. Eine rechnerbasierte Spracherkennung gibt es dabei bislang nur für numerische Nachrichten (z.B. Scall). Bei alphanumerischen Nachrichten übernimmt ein Mensch die Eingabe der Nachricht oder die Nachricht wird in einer Sprachbox aufgezeichnet.

MFV

Der Absender tippt die (numerische) Nachricht an einem Telefon mit Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) ein.

Kommunikationsprotokoll

Der Absender übermittelt die Nachricht von einem Computer aus. Dieser verständigt sich mit dem Paging-Dienst mittels eines Kommunikationsprotokolls (z.B. PET/TAP).

Benutzerschnittstelle

Operator

Die Nachricht wird von einem Menschen ("Fräulein vom Amt") entgegengenommen.

Sprachcomputer

Ein Computer nimmt die Nachricht entgegen.

Modem

Ein Modem wird nur verwendet, wenn die Nachrichteneigabe mittels eines Kommunikationsprotokolls erfolgt.

Es sind nicht alle Kombinationen von Nachrichtenart, Übermittlungsform und Benutzerschnittstelle sinnvoll und möglich. Von den Paging-Diensten wird auch jeweils nur eine begrenzte Auswahl an Möglichkeiten bereitgestellt. Zusätzlich werden von einigen Paging-Diensten Zugangsmöglichkeiten aus anderen (Daten-)Netzen, wie z.B. dem Internet mittels WWW, angeboten.


Rufnummern

Nachrichtenart

Übermittlungsform / Benutzerschnittstelle

Cityruf

Scall

Skyper

Quix

TeLMI

Ton

-

0164 &

0165-1 & 1/2

Numerisch

Spracheingabe / Sprachcomputer

01681 &

0165-4 &

MFV / Sprachcomputer

0168 &

01693 &

0166-5 &

Sprachbox

Spracheingabe / Sprachcomputer

01640 &

0165-4 &

016810 &

Abhören

01680 &

0165-5 &

0166-9 &

Alphanumerisch

Spracheingabe / Sprachcomputer

0166-1 &

Spracheingabe / Operator

016951 &
016952 &

01699 &

016953 &

0165-6 & (ohne Partner-Tarif)
0165-3 & (mit Partner-Tarif)

0166-0 &
(nur PRO)

Kommunikationsprotokoll / Modem

01691 &

01696 &

01692 &

?

0166-01010101
(PET/TAP)

Management

MFV / Sprachcomputer

01680 &

0165-5 &

Spracheingabe / Operator

0165-00

0166-01660166 (FUN)
0166-01660188 (FAMILY)

Information

-

0180-53878

0180-55168

0180-58258

0165-05

0180-2166188

T-Online

-

*1691#

*scall#

*skyper#

?

-

WWW

-

http://www.cityruf.detemobil.de

ab 9/97

-

ab 6/97

http://www.telmi.de/gatewayframe.htm

& bedeutet, daß die entsprechende Pager-Rufnummer anzufügen ist.
Unter einigen Rufnummern bestehen verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Für Ton-Nachrichten ist nur die Wahl der Zugangs- und der Pagernummer erforderlich. Es werden Programme zum Absenden von Nachrichten per Modem angeboten, die einen Sprachcomputer-Zugang benutzen.


Weitere Paging-Dienste

Zusätzlich zu den POCSAG-Paging-Diensten gibt es weitete Paging-Dienste, die auf anderen Standards basieren.

Eurosignal

Eurosignal ist ein Nur-Ton-Dienst in Deutschland und Frankreich. Eurosignal wurde in Deutschland von der T-Mobil seit 1974 angeboten. Der Dienst wird am 31.03.1998 eingestellt. Am 01.09.1997 hatte Euroignal noch rund 90.000 Kunden. West-Deutschland ist in drei Eurosignal-Empfangsbereiche eingeteilt. In Ost-Deutschland wird Eurosignal nicht betrieben.

Eurosignal Nord

0509

Eurosignal Mitte

0279

Eurosignal Süd

0709

Ein Eurosignal-Empfänger kann bis zu vier verschiedene Tonsignale empfangen. Dazu werden die Vorwahl des Empfangsbereiches und die entsprechende Eurosignal-Nummer gewählt.

Omniport

Der Dienst Omniport wurde von der DeTex (eine Tochter von T-Mobil) seit Ende Februar 1994 betrieben. Die Omniport-Nachrichten wurden über das RDS der Rundfunksender ausgestrahlt. Dadurch bestand eine sehr gute Funkversorgung. Die Omniport-Empfänger von Nokia kosteten ca. 700 DM. Der Dienst wurde am 31.12.1997 eingestellt.

FLEX

TeLMI betreibt seit August 1997 seine Dienste teilweise im FLEX-Standard. Der FLEX-Standard wurde von Motorola entwickelt und ist vor allem in den USA weit verbreitet. Er wurde inzwischen um Möglichkeiten zum Two-Way-Paging (Übermittlung von Antworten auf Nachrichten) und Voice-Paging (Übermittlung kurzer Sprachmitteilungen) erweitert.

ERMES

Das Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) hat in einer Versteigerung 15 Frequenzen für ERMES-Dienste angeboten. 13 Frequenzen wurden ersteigert. Die 3 bundesweiten Frequenzen gingen an T-Mobil, Miniruf und die Mobile Info Dienste GmbH (eine DFR-Tochter). Von den 10 regionalen Frequenzen gingen 4 an T-Mobil und je 3 an Miniruf und die Mobile Info Dienste GmbH. Mit der Einführung von ERMES-Diensten ist in Deutschland ab 1998 zu rechnen. ERMES-Dienste gibt es bereits in Frankreich (seit 1994), Ungarn, Niederlande, Schweiz und Saudi Arabien. ERMES besitzt 16 Funkkanäle, auf denen mit 64 kBit/s gesendet wird. Die Einführung in Deutschland verzögert sich, da ERMES in einem Frequenzbereich arbeitet, der in Deutschland für Kabelfernsehen benutzt wird. Dieser Sonderkanal 10 wird in Regionen wie dem Ruhrgebiet, München oder Flensburg für Fernsehprogramme wie RTL, TRT-International (türkisches Fernsehen), ARTE oder BR3 genutzt.

Iridium

Das Iridium-System wird ab 1. November 1998 aus 66 Satelliten auf niedrigen Erdumlaufbahnen bestehen. Als Dienste werden Telefon und Paging angeboten werden. Iridium-Pager werden 60 Zeichen weltweit empfangen können.

SMS

Der Short Message Service (SMS) des GSM-Mobilfunks kann auch als Two-Way-Paging betrachtet werden. Zusätzlich bietet er den Vorteil einer gesicherten Übertragung. Als GSM-Dienst soll es hier aber nicht weiter beschrieben werden.


Standards

POCSAG (Post Office Code Standardization Advisory Group)
ERMES (European Radio Message System)
FLEX
ReFLEX
InFLEXion
RDS


Hinweis

Ich arbeite weder für eine der genannten Firmen, noch besitze ich Aktien einer dieser Firmen. Ich bin aber Scall-Benutzer. Diese WWW-Seite entstand zum eigenen Vergleich der verschiedenen Dienste. Ergänzungen und Korrekturen sind jederzeit willkommen! Alle Angaben ohne Gewähr.


Der Skyper Webring von Dr. Thomas Diessel.
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Dr. Thomas Diessel, 18. Oktober 1998